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Bibliodrama

Biblische Texte sind keine historisch-dokumentativen Berichte, sondern Erzählungen, Parabeln, Visionen, Dichtungen, in denen religiöse Erfahrungen von verschiedenen Menschen verschiedener Zeiten und Kulturkreise einen Ausdruck fanden, sich verdichtet haben. Einen erlebten Zugang zu solchen Texten, die Archetypisches ansprechen, ermöglicht das szenische Spiel, bei dem erzählte Situationen sich oft völlig neu entschlüsseln. Die Körper-Sprache der Bibel lädt ein, auszuprobieren, welche Erlebniswerte zugänglich werden, wenn erzählte Haltungen, Gesten, Handlungen, Situationen, Worte mit dem eigenen Körper und seiner Empfindungsfähigkeit nachvollzogen werden: neue Verstehenshorizonte eröffnen sich!

Das Bibliodrama ist verwandt mit dem Psychodrama (Moreno).

Nach unserem Verständnis ist eine fundierte exegetische Auseinandersetzung mit den biblischen Texten ein wesentlicher Baustein des Bibliodramas.

Die körperorientierte Arbeit basiert auf den theoretischen und praktischen Ansätzen der Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT).